Das Programm „Ideen für mehr! Ganztägig Lernen.“

Das momentan einzige Schulentwicklungsprogramm Deutschlands, an dem sich alle Länder und der Bund beteiligen, geht in die Verlängerung bis 2014. Die DKJS hat vom Bundesministerium für Bildung und Forschung die Zuwendung für die Fortführung bis Ende 2012 erhalten. In acht Bundesländern konnten die finanziellen Ressourcen für Ganztagsschulentwicklung sogar aufgestockt werden.

Im Juni eröffnete in Bayern die 16. Serviceagentur „Ganztägig lernen“. Damit gibt es nun in allen Bundesländern Beratung und Unterstützung für Ganztagsschulen und solche, die es werden wollen. Anders als das große Investitionsprogramm für Baumaßnahmen an Ganztagsschulen, das 2009 abschloss, konzentriert sich GTL – so die Abkürzung – auf die Qualität von Schule und Unterricht im Ganztagsbetrieb und erarbeitet Instrumente, durch die Schulentwicklung genauso unterstützt wird wie länderübergreifender Austausch.

Die erste Programmphase hat gezeigt: Ganztagsschulen wünschen sich Impulse für ihre Schulentwicklung und erleben dadurch Wertschätzung und Ermutigung. Sie legen Wert auf Austausch und das Voneinanderlernen. Kooperationspartner suchen nach Konzepten und Beispielen gelingender Zusammenarbeit „auf gleicher Augenhöhe“, Bildungsverwaltungen wünschen sich Impulse für die Ganztagsschulentwicklung in ihrem Land und möchten Besonderes und Vergleichbares erkennen.

Neu ist auch das Transferforum. Es startete erstmals am 2. September 2010 in Frankfurt/M. und lud Praktikerinnen und Praktiker sowie Vertreter aus Politik und Wissenschaft zu einem Austausch darüber ein, wie man in der Ausbildung von Lehrkräften auf die Herausforderungen ganztägiger Bildung reagieren kann.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier


1. Programmphase 2004 – 2009

„Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“ war von 2004 – 2009 das Begleitprogramm zum Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB), mit dem die Bundesregierung den Ländern von 2003 bis 2009 vier Milliarden Euro für den bedarfsgerechten Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung stellte. Damit förderte das Programm nicht nur bauliche Maßnahmen, sondern sicherte auch die Qualität der pädagogisch-inhaltlichen Gestaltung. Mit der Moderation dieser Entwicklungsaufgabe wurde die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) beauftragt.

In enger Zusammenarbeit mit dem Bund und den Ländern bot sie seit Herbst 2004 mit dem Programm „Ideen für mehr! Ganztägig lernen.“, gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, ein bedarfsorientiertes Unterstützungssystem für alle Schulen an, die ganztägige Bildungsangebote entwickeln, ausbauen und qualitativ verbessern halfen.Ganztagsschulen gehen von den Lebens- und Lernbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler aus und stellen deren Entwicklungsmöglichkeiten, ihr soziales Miteinander und die Qualität der Lernangebote in den Mittelpunkt.

Schwerpunktmäßig wurden von 2004 – 2009 folgende Unterstützungsinstrumente angeboten:
* Lernen aus Beispielen guter Schulpraxis,
* Vernetzung und Erfahrungsaustausch,
* Vermittlung von Experten,
* Fortbildung und Qualifizierung,
* Anbahnung und Moderation von Kooperationsbeziehungen
* sowie Wissenstransfer aus unterschiedlichen pädagogischen Handlungsfeldern.

Wettbewerbe
Die Ganztagsschulwettbewerbe suchte nach gelungener Praxis!
Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) suchten jährlich nach gelungenen Praxisbeispielen, die Anregung gaben, anderen Schulen Mut machen und zeigen, dass es in Deutschland gute Ganztagsschulen gibt.

Werkstätten
Die Fülle an Informationen erschwerte nicht selten die Suche nach passenden Hilfen für die eigene Arbeit. Deshalb wurden in fünf „Werkstätten“ Fachfragen von und für Schulen mit ganztägigen Bildungsangeboten praxisorientiert aufgearbeitet. Vorhandenes Wissen zu einzelnen Problemstellungen wurde gebündelt und für Schulentwicklungsprozesse aufbereitet.

Zu folgenden Themenbereichen gab es Werkstätten
* Entwicklung und Organisation von Ganztagsschulen
* Unterricht und Förderkonzepte
* Kooperation mit außerschulischen Partnern
* Schule und Kommune
* Schule wird Lebenswelt

Weitere Informationen zum bisherigen Programm finden Sie hier





 Text

 Logos IFS, TU Dortmund, Ideen für mehr


Querschnittsthemen:

• Lernkultur
• Umgang mit Zeit
• Kooperation
• Lebensweltorientierung
• Veränderungsmanagement


Zentrale Handlungsfelder:

1. Voneinander lernen
Praktisches
2. Umschlagplätze des Wissens
Orientierungswissen zur Ganztagsschulentwicklung bündeln
3. Handlungsimpulse für Qualität
Wissen über Qualitätsentwicklung weitergeben.